Verein für Höhlenkunde in München e.V.

phoca thumb l blaeserToni Müller

beteiligt: Elisabeth Zahner / Klaus Schüttel / Toni Müller

Mo. 28-05 - Aufstieg über die Röthwand zur Wasseralm

Früh raus. Rucksack endgültig schließen. Ab mit S 3 zum Rosenheimer Platz in München. Treffen mit Klaus. Zusammen in dessen Auto nach Bgd. Überfahrt - Königssee. Salet. Suppe und zwei Schnäpschen von den Wirtsleuten - Plausch.

Aufstieg. Es nieselt zweimal. Angenehm zum schleppen. Über der Kante von der Röthwand liegt erstaunlich wenig Schnee. (...erst vor knapp 14 Tagen war der Schnee bis ins Tal gefallen!) Die wenigen Schneefelder sind fest und gut gehbar. An der Oberkante vom Röthwasserfall finden wir einen wunderschönen >Veteranenstab<.

Auf der Wasseralm sind Horst (Wirt) und Hans (ehem. Wirt v. Kärlingerhaus) dabei, alle Systeme des Hüttenbetriebes zu starten. Nur ein junges Pärchen aus Oberammergau in der Stube. Das Wetter bleibt ‘verhangen’.

Di. 29-05 - Wasseralm / Kuhscheib

Wir sortieren Ausrüstung und trennen Zeug. Wir wollen heute versuchen, soweit wie möglich bis zur ‘Kuhscheib’ zu kommen. So marschieren wir etwa um 10:3oh los. Kommen gut voran. Der Lawinenschnee und die Schneefelder sind sehr gut zu gehen. Sinken nur wenig ein. Entsprechend rasch und zügig erreichen wir mitsamt unserem ‘Veteranenstab’ die ....richtig geraten: >Veteranenhöhle>(!) am Hocheggerfuß inmitten von einem großen Schneefeld, wo drei Blöcke herausragen. Beim zweiten Block befindet sich ein ‘Bläser’ - na bitte! Volltreffer! Die Höhle wäre doch glatt zugänglich. Kaum Höhlenwind....

Weiter. Wir queren die Mulde entlang in Richtung ‘Kuhscheib’. Sehr viel schmutziger Lawinenschnee - welcher von der ‘Gamsscheib’ heruntergekommen war. Durchsetzt mit viel Humus, Grassoden und Geröll. Dicht dahinter, kurz vor der ‘Kuhscheib’ finden wir überraschend einen weit ausgeschmolzenen ‘Bläser’ mit beachtlichem Umfang. Hochinteressant. Aus Zeitmangel nicht angeschaut!

Bald sind wir im Umfeld unseres Lagerplatzes von 2011. Alles tief unter dem Schnee versackt. Wo die Küchenplane gespannt war - bis zur Oberkante der Felsen.... Deponieren unsere Konserven und etwas Schlosserei in einer Schneespalte. Das war`s!

Brotzeit. Kräftiger Wind kommt auf. Gewitter mit Donnergrollen am Watzmann und den Teufelshörnern. Flucht! Um Zeit zu gewinnen, zischen wir die Schneefelder am Nordsporn von der Kuhscheib hinunter, zu den Muldenformen eine Etage tiefer. Inzwischen hat sich das düstere Gewölk ausgedünnt. Hier am Rande der Mulden holen wir die unterbrochene Brotzeit nach. Pause. Wir sind nicht unzufrieden!

Anschließend queren wir die Hänge nach Objekten schauend rüber zum Weg. Abstieg zur Wasseralm. Dann: Regen! Auch gut - der gesellige Hüttenabend hat uns wieder.

Mi. 30-05 - Abstieg

Gespräch mit dem Wirt. „Warnschuß vor den Bug“! Er meint, daß unsere Biwakgenehmigung nur für die Muldenform des >Unsünnigen Winkl< gültig wäre - und nicht einschließlich der ‘Kuhscheib’.... Das war ‘deutlich’!  Oh Jeh!

Abstieg über die Röthwand zur Salet am Königssee / Heimfahrt.