Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Die Android App CaveMeter zum Vermessen von Höhlen bringt in ihrer neuesten Version 1.2.10 eine Kartenfunktion mit um das Wiederfinden von bekannten Eingängen zu erleichtern.

Gespeichert werden die Daten im Standardformat zum Austausch von Geodaten GPX.

Die Listenansicht kann man alphabetisch oder nach dem Abstand zur zuletzt angegebenen Position anzeigen lassen.

Auch die Position und Empfangsqualität der verfügbaren GPS Satelliten kann angezeigt werden um Abschattungseffekten auszuweichen.

Aufgrund einer Änderung der Google Play Developer Policy sind seit einiger Zeit Updates nicht mehr im Google Play Store erhältlich sonder nur noch auf der Homepage des Entwicklers:

copycave.de/cavemeter

 



am Wendelstein rund um das Wendelsteinhaus
- vom 22. bis 23.Juli-
Bericht: Christian Brack
Fotos: Toni Müller und Werner Zagler

Es war wieder einmal ein rundherum gelungenes Ereignis, veranstaltet von der Wendelsteinbahn in Zusammenarbeit mit dem Verein für Höhlenkunde in München e.V. (VHM), der Höhlenrettung der Bergwacht München und der Bergwacht Brannenburg. Viele Mitglieder des VHM waren an der Durchführung beteiligt, entweder als fachkundige „Erklärer“ an verschiedenen Stellen in der Höhle, als Führer in die nicht touristisch erschlossenen Teile der Wendelsteinhöhle – den „Klettersteig“ zur Herzkammer des Wendelsteins, als Betreuer an der Schlufkiste oder am Bastelstand – dort konnten von den Kindern Sockenfledermäuse, Fledermaussticker, Fledermauslaternen oder Fledermausmobile gebastelt werden, auch konnten Tiere oder Anhänger aus Speckstein hergestellt oder auch „nur“ Bilder gemalt werden.  Weitere Mitglieder des VHM bildeten das „Rettungsteam“, das „Verunglückte“ zu bergen hatte und die im Vorfeld den Transport und den Aufbau der VHM-Schlufkiste organisiert und durchgeführt haben. Tatkräftig unterstützt wurden die Aktionen in der Höhle durch Familie Knörnschild und Renate Tobitsch (die Obfrau des Landesverbandes für Höhlenkunde in Tirol). Nicht unerwähnt bleiben darf, dass die Kinder der Vereinsmitglieder Familie Zagler, Regina und Ursula, sowie mein Enkel Felix Fröhlich am Infostand, am Bastelstand und an der Schlufkiste wesentlich und tatkräftig mitgeholfen haben. Das von der Wendelsteinbahn durchgeführte Quiz für Kinder erfreute sich auch reger Teilnahme, die Kinder durften bei richtig beantworteten Fragen (war immer der Fall!) aus einem Vorrat an kleinen Geschenken auswählen.

Nachdem es am Samstag früh nach der Anfahrt zwar wettermäßig zunächst gar nicht gut aussah, hat sich dann das Wetter doch recht gut gehalten, teils Sonnenschein, teils etwas Nebel oder tief vorbeisausende Wolken. In der Nacht zum Sonntag war dann ein ganz grausliches Gewitter mit Starkregen, aber am Sonntag hat sich das Wetter entgegen aller Vorbehalte doch auch recht gut „gemacht“ – es regnete trotz teilweise dichtem Nebel zumindest nicht, und kalt war es auch nicht – grad das richtige Wetter für die Veranstaltungen und auch für Touren auf dem GEO-Pfad zum Wendelsteingipfel durch die letzten 250 Millionen Jahre der Erdgeschichte. An beiden Tagen kamen zahllose Besucher –sowohl mit der Zahnradbahn, als auch mit der Seilbahn, um an den angebotenen Attraktionen der Veranstaltung teilzunehmen, auch um an der Rettung von „Verunglückten“ von oben an der Schwaigerwand neben dem Wendelsteinkircherl zuzusehen.

Bereits am Samstag Nachmittag waren schon fast alle Bastelmaterialvorräte an Specksteinen aufgebraucht, die Kinder feilten, sägten und schliffen wie die „Wilden“ Tierfiguren und Anhänger, auch verließen viele gebastelte Fledermäuse den Wendelstein. Sogar viele jung gebliebene Erwachsene mühten sich mit Erfolg – neben den ständig „durchwuselnden“ Kindern durch unsere Schlufkiste.

An den 4 angebotenen Touren in den Höhlen-Klettersteig zur Herzkammer des Wendelsteins nahmen insgesamt 20 Personen teil – mehr war fast schon nicht möglich! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch an alle Spender, die unser VHM-Sparschwein „gefüttert“ haben!

Die „normalen“ Helfer wurden zur Übernachtung von der Wendelsteinbahn in der Mitteralm einquartiert (auch hierfür ein herzliches Dankeschön!), während die Akteure der Höhlenrettung zusammen mit den übrigen Bergwachtmannen in der Bergwachthütte oberhalb des Wendelsteinhauses ihren Schlafplatz hatten. Als Kuriosum am Rande muss noch erwähnt werden, dass sich am Abend in geringer Entfernung von der Bergwachthütte eine Gams hingelegt hatte und sich durch die Anwesenden in keinster Weise stören ließ. Kurz bevor es richtig dunkel wurde, strich noch ein Fuchs mit schöner weißer Schwanzspitze um die Hütte auf der Suche nach Fressbarem und verschwand dann in Richtung Wendelsteinhaus. Solche Dinge kann kein Tourist erleben, da alle – bis auf die Leute, die den Weg zu Fuß ins Tal nehmen – mit der letzten Seil- oder Zahnradbahn um 17:00 Uhr nach unten fahren (müssen!, denn „normale“ Übernachtungen im Wendelsteinhaus sind aus „Feuerschutzgründen“ polizeilich untersagt, auch wir dürfen dort nicht nächtigen – obwohl das Wendelsteinhaus 1882 von Professor Max Kleiber gerade dafür erbaut wurde!).

Als Fazit der Veranstaltung ist festzuhalten: Es war ein rundherum toller Erfolg für alle und es ist wieder einmal hervorragend gelungen, Besuchern die Themen „Höhle“ und „Höhlenrettung“ näher zu bringen. Der VHM konnte sich auch wieder sehr positiv der Öffentlichkeit präsentieren.

Anzumerken ist, dass das „Maskottchen“ der Veranstaltung die Fledermaus „Wendy“ der Wendelsteinbahn GmbH ist.