Verein für Höhlenkunde in München e.V.

An einem schönen Oktobersamstag trafen sich 17 Höhlenforscher und Grillwillige der Höhlenforschung Südbayern e.V. und des Vereins für Höhlenkunde in München e.V. in der Nähe von Deisenhofen. Ehe jeder mit Schachtgurt, Handsteigklemme, Abseiler, Zentralem Punkt, Bruststeigklemme, Sicherungen und Helm ausgestattet war, verging schon eine geraume Zeit.

 

Für die Anfänger, standen Peter Forster und seine Helfer, Tobias Timmermanns und Mike Schönheit hilfreich zur Verfügung.  Sie erklärten die gesamte Ausrüstung, damit der Neuling überhaupt weiß, wozu der Höhlenforscher das alles braucht. Nach der Einweisung ging es dann an eines der Seile. Die einfache Seiltechnik für die Anfänger. Die Fortgeschrittenen konnten ihre Fähigkeiten an der erschwerten Einseiltechnik (Querung) und an der Seiltechnik mit Umsteigestellen vertiefen.

 

Zu unser Aller Wohl haben Gisela und Christian Brack beigetragen. Sie kümmerten sich um die Genehmigungen zum Befahren der Waldwege, der Erlaubnis zum Grillen, und um unseren Hunger und Durst. Mit Steaks, Würstchen, Brezen, Kaffee, Kuchen und Fledermäusen zum Naschen stärkten wir uns. Vielen Dank für Euren Einsatz!

Vielen Dank auch an Peter, Tobias und Mike, dass ihr so geduldig mit uns ward. 

Es hat uns allen riesigen Spaß gemacht!

                                                              

Ilona Kleinert

 

 

 

Einen weiteren Artikel zur Nachlese finden Sie hier.

Anfang August nutzte eine Gruppe von sechs Höhlenforschern die Gelegenheit, ihr Können und Gelerntes in der Fränkischen Schweiz unter Beweis zu stellen. Die Einseiltechnik, auch SRT-Technik (Single rope technique) genannt, wurde zuvor im Klettergarten und bei Höhlenbe-fahrungen geübt. Ausgerüstet mit Seilen, Schachtgurten und Lampenzeug, setzte sich die Gruppe in Bewegung zu den nahe gelegenen Höhlen. Eine kleine unscheinbare Öffnung verspricht den Höhlenforschern einen Abstieg durch das Deckenloch in eine größere Halle.
 
 





 
 
Unmittelbar nach dem Abseilen setzte sich der Weg über eine größere Stufe nach oben fort. Von dort aus führt ein weiterer Schacht in die Tiefe. Dieser war eine besondere Herausforderung für die Schachtneulinge, da nicht nur der Seileinbau, sondern auch das Anseilen im Liegen bewältigt werden musste. Am Schachtgrund wurde schließlich das Ende dieser Höhle erreicht.
 
 
 
  
 
  
  

 
 
Eine weitaus beeindruckendere trichterförmige Schachtöffnung in der Nähe war aus psychologischer Sicht das Highlight des Tages. Auch hier zeigten sich alle Teilnehmer von ihrer besten Seite und spazierten die senkrecht abfallende Schachtwand hinab. Nachdem alle drei Hallen dieser Höhle befahren wurden, ging dieser ereignisreiche Übungstag für die Schachtneulinge langsam zu Ende. Es war wieder eine wirklich tolle Höhlenaktion.
 
 
Peter Forster
 
 
 
 

Eine große Gruppe von acht Höhlenforschern stattete am Pfingstsonntag 2018 der Höhle des Staunens im Lattengebirge einen weiteren Besuch ab. Ziel: Die Weiterforschung in diesem neu entdeckten und bemerkenswerten Objekt. Gleichzeitig eine gute Gelegenheit für unsere Schacht-Neulinge, sich nach vielen Trainingseinheiten in Kletterhallen und fränkischen Höhlen jetzt auch an dieser durchaus anspruchsvollen alpinen Höhle mit ihren vielen vertikalen Passagen zu versuchen.


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Etliche Meter Seil mit zahlreichen Umsteigestellen und einer kleinen Traverse wurden verbaut. Dann standen wir bereits in bisher völlig unbetretenem Neuland. Immer wieder ein faszinierendes Erlebnis. Die Höhle machte abermals ihrem Namen alle Ehre. Wir staunten nicht schlecht über die unberührte Schönheit von engen versinterten Canyons, eines kleinen aktiven unterirdischen Bachbetts, ungewöhnlich gefärbte Sinterformen und die beeindruckende Größe einer Schlothalle, die es noch zu erklettern gilt. Weitere Fortsetzungen sind vorhanden, sodass uns die Höhle des Staunens sicher noch länger beschäftigen wird, ehe alle Untersuchungen und die Dokumentation abgeschlossen sind.

 (T. Beilner)

 

 

 

 

Einige Mitglieder und Freunde vom Verein Höhlenforschung Südbayern e.V., Archäologischer Verein im Landkreis Freising e.V. und vom Verein für Höhlenkunde in München e.V. erkundeten am 21.04.2018 in der Oberpfalz einige künstlich angelegte unterirdische Anlagen. Die sogenannten Erdställe.
Im Konvoi ging es los zum ersten Erdstall im Landkreis Cham.
In gebeugter Haltung führte uns der Weg durch schmale niedrige Gänge in den Hang hinein. Über ein horizontales Schlupfloch, vorbei an kleine Nischen und hinabführenden Stufen, setzte sich der schulterbreite Gang fort, wo er an einer nach oben führenden großen Stufe endet. Hier erreichten wir die sog. Schluss- oder Endkammer.



 

 

 

 

 

 

 

Bereits nach der ersten Befahrung dieser geheimnisvollen Unterwelt, entfachten sich interessante Diskussionen über Sinn und Zweck dieser Anlage.
Nach einer gemütlichen Brotzeit bei schönstem Wetter ging es weiter zur nächsten Erdstallanlage im Landkreis Cham.
Um dieses Erdstallfragment zu befahren, reichte eine gebeugte Haltung nicht aus. Somit krochen und krabbelten wir auf allen Vieren der ersten vertikalen Schlupfröhre entgegen. Über dieser, im Durchmesser nur 40cm großen und ca. 1,5m hohen Schlupfröhre gelangte man in den oberen Gang dieser Anlage.
Über einen stark nach unten fallenden gewundenen Gangabschnitt erreichten wir ein blind endendes Gangstück.

 

Erneut wurde sehr intensiv über die Bauweise und Zweckbestimmung dieser Erdstallanlage diskutiert, bevor wir gemeinsam den ereignisreichen Tag bei einem sehr guten Abendessen im Biergarten beendeten.

Das Eintauchen in die Welt der Erdställe war für alle Beteiligten nicht nur eine gelungene und aufschlussreiche Exkursion - geführt von Peter Forster - sondern auch eine hochinteressante Erfahrung, welch ein Kulturgut uns unsere Ahnen hinterlassen haben.