Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Spurensuche: NATURBRÜCKEN auf dem MOND

von Toni Müller

 

Neugierig macht das schon? Nämlich: Am Fr. 10 April 2015 wurde ich hellhörig, als der BR2 in der Radiosendung "IQ- Wissenschaft + Forschung" einen Kurzbericht über riesige Hohlräume auf dem MOND ankündigte.

Bei einem Interview kam der Geologe H. Jaumann zu Wort. Er bezog sich auf Informationen nach denen es laut NASA auf dem Trabanten riesige Hohlräume geben sollte.... Es wären Sääle mit 50 oder 100 Metern durchaus denkbar. Die Nutzung solcher Höhlenräume als Schutz vor den kosmischen Strahlungen werde derzeit lebhaft diskutiert, falls sich der Mensch erneut aufmachen sollte, diesen Himmelskörper genauer zu erforschen. Die strukturelle Stabilität der vorhandenen Statik solcher Hallen müßte jedoch vor einer denkbaren praktischen Nutzung genauer untersucht und geprüft werden. Schließlich gäbe es von verschiedenen Ländern konkrete Überlegungen zum erneuten 'Besuch' des Mondes. Bislang war man lediglich fünf Mal auf dessen 'Oberfläche' gelandet. Das reichte natürlich nicht aus für umfassende Untersuchungen. Vielmehr seien bisherige Forschungen auf diesem Himmelskörper erst in einer Entdeckerphase angelangt.

(Soviel zu meinen, etwas 'flüchtigen' Notizen - ohne Stenokenntnisse)

 

 

Wir erinnern uns: Bei der Apollo 12 Mission im Nov. 1969 wurde auf der Mondoberfläche ein SEISMOMETER aufgestellt. Anschließend ließ man beim Rückflug die Lande/Startplattform der Mondfähre gezielt aus dem Orbit abstürzen. Die Aufschlagsenergie von ca. einer Tonne TNT baute sich im Innern des Mondes als 'Stoßwelle' über 8 Minuten lang auf! Der ausgesprochen rätselhafte NACHHALL schwang anschließend gut meßbar, wie bei einer 'Kirchenglocke' mehr als eine halbe Stunde lang nach.... Es gab damals außer dürftige Mutmasungen (...über vorhandene Maskonen - was immer das sein sollte?) - keine brauchbare Erklärungen von Seiten der NASA.

Ich hatte in dieser Zeit ein seehr langes Telefongespräch mit Herbert W. Franke
(Physiker und Höhlenforscher). Wir waren uns einig gewesen, daß dieser rätselhafte und sehr lang anhaltende 'Nachhall' eindeutig auf vorhandene Hohlräume im Innern des Mondes hinwies. Welcher 'ursächlichen' ART auch immer diese sein sollten...?...?

Jedenfalls: Im Laufe der Folgejahre war auch die Informationspolitik der NASA arg 'in Zweifel' geraten. Sicher schien, daß damals keinesfalls mit auch nur annähernd offenen Karten gespielt worden war. Von wegen: TRANSPARENZ gegenüber den malochenden Steuerzahlern! Tatsache ist auch: Von mehr als 140 000 Mondfotos ist nur ein verschwindend kleiner Anteil jemals veröffentlicht worden. Eine höchst wichtige Filmkassette wurde (...angeblich?) sogar auf dem Mond 'vergessen'... Oh - je'! Die vielgeprisene Spionagesonde "Clementine" wurde als 'Militärisches Projekt' gestartet. Und die Ergebnisse wurden bis heute 'geheim' gehalten - wie so vieles andere den Mond betreffende....

 



Zurück zum Thema >Naturbrücken<, zur Abwechslung auf dem MOND - um unseren 'Spannungsbogen' voll auszureizen. In der Tat werden hierbei Dimensionen angeschnitten, welche mit denen der bodenständigen, 'Irdischen' Geologie nicht vergleichbar sind. Zudem besitzt der Mond keine Athmosphäre und weist lediglich nur etwa ein Fünftel der Gravitation unserer Erde auf.

Es wurde festgestellt, daß auf dem Mond ehemals die LAVAschmelze eine wesentlich dünnflüssigere Konsistenz hatte, als jene der Erde. D.h. es waren damals kurzzeitige Lavaflüsse bis zu einem Bodengefälle von 1 : 100 über enorme Entfernungen, bis zu 600 Kilometer unterwegs gewesen, um schließlich die Niederungen der Mare aufzufüllen. Mit sehr lang anhaltenden 'ErstarrungsZeiten der Lava - Dauer: über viele Jahre!!

Bei schweren Erschütterungen von nachfolgenden Meteoriteneinschlägen wurde dabei die schützende Deck-Kruste der Lava durchschlagen. Es bildeten sich Aus- und Überläufe sowie tiefreichende, tektonische Störungen - welche nun ihrerseits für die 'noch' flüssige Lava ein Gefälle darstellten. Somit dürfte die MONDgeologie viel reichhaltiger aufgebaut sein als bislang vermutet....

Nun wird es für uns als aufmerksame Höhlenforscher ausgesprochen 'spannend'! Darauf wollen wir im folgenden noch in einigen Beispielen näher eingehen.

Also: In der investigativen Literatur spukt nachhaltig das Phänomen der beobachteten (?) Existenz einer gewaltigen FELSENBRÜCKE von etlichen Kilometern Spannweite durch diese Medien. Nicht nur das: Selbst der damalige NASA-Geologe Dr. Farouk El Baz mußte in den 1970er-Jahren einräumen, daß es im >Mare Crisium< tatsächlich eine große, brückenähnliche Struktur (!) gäbe. Ob künstlich oder natürlich - war nicht aus ihm hervor zu locken gewesen. Diese Felsenbrücke wird unter den verschiedenen Forschern mit einer Spannweite von 12 Meilen bis zu 30 Kilometer 'gehandelt'!! Das würde bedeuten, daß wir es hierbei mit einer wahrhaft 'gigantischen Erscheinung' (im Vergleich zu irdischen Phänomenen!) zu tun hätten.

Tatsächlich soll das bizarre Konstrukt im >Mare Crisium< von der Erde aus 'sichtbar' sein. Mitsamt ihrem entsprechenden Schattenwurf. Dafür sollte bereits ein 600er-Teleskop mit einer Brennweite von 35 cm ausreichen.... Das dürfte sicherlich leicht zu überprüfen sein? Nun denn: Vielleicht sollten wir aufmerksame Höhlenforscher zur Abwechslung mal ins nächste Planetarium gehen?!

Oder unter den obigen Kennwörtern bei den Stichwörtern MOND und Mare Crisium im geduldigen Internet nachschauen. Eine höchst spannende und anregende "Fernerkundung" von exotischen HöhlenPhänomenen könnte sich ergeben. Zweifellos besteht ein großer Forschungsbedarf, wollte der neugierige Mensch sich wieder mal 'persönlich' auf die weite Reise zu unserem Trabanten aufmachen.

 



Und: Wie könnte nun unser 'Beitrag' zum vorliegenden Thema aussehen?

Setzen wir bei der LAVA als Basis der dortigen Geologie an und befassen uns zugleich mit den vorhandenen Strukturen an der weiteren Oberfläche des Himmelskörpers. Wir stoßen dabei auf viele Möglichkeiten denkbarer LavaHÖHLEN!

Etwa bei 'teil'-gefluteten Grabenbrüchen welche von erstarrten KrustenBRÜCKEN (noch?) 'überspannt' werden....

Oder: Bei DOPPEL-Kratern, welche 'zeitgleich' eingeschlagen hatten, sodaß sich die KraterauswurfRÄNDER mehr oder weniger überlappen oder gar durch-dringen! Mit tiefreichender Zerklüftung und einem ausgeprägten Hitzestreß, exakt hier in diesem Focus. Wenn nun zwischen Krater >A< und >B< ein zusätzliches Fließgefälle für die glutflüssige Lava entstanden war - so konnte diese durch die Kluftstörungen 'überwechseln' - und evt. große Torbögen am doppelten, sich hier überlagernden Ringwallbogen ausschmelzen. Bis zu einem Erstarrungsausgleich.... Eine Steinbrücke könnte das Ergebnis sein?

 

Dies wären nur zwei theoretische Beispiele als kleine Hilfe bei möglichen Denkmustern über die wir uns in der fernen Praxis solchen interessanten Phänomenen annähern könnten - noch ehe wir uns dorthin auf den Weg machten!! Und: Bereits das ist spannend genug.

Es lohnt folglich, bei der "Mär der Mare"dran zu bleiben!!

So könnte sich auch für uns hier im SCHLAZ eine "Fortsetzung folgt" e r g e b e n ? ?

 

(Sa. 25.04.2015) TONI

....dazu nur zwei Bücher zum aktiven 'einlesen'!

 

- "Planeten Geologie"

v. John Guest / Paul Butterworth / John Murray / William O' Donnel

Verlag: Herder Freiburg / Basel / Wien - erschienen 1979

 

- Richard Hoagland / Mike Bara

"Geheimakte MOND" Die schwarzen Projekte der NASA

Kopp-Verlag - erschienen in deutsch 2008

.....hier finden wir z.B. eine große und aufschlußreiche Fülle von www-Hinweisen!!!