Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Steinernes Meer 2014

Forschungswoche am Leiterkopfbiwak

...vom 18-08 bis zum 24-08-14 (Bericht: Toni Müller)

Stammgruppe: Rai / Richy / Philipp

Beteiligte v. VHM: Toni / Elisabeth / Sebi / Benji / z. Kurzbesuch - Roland H.

Text: Toni Fotos: Toni und Elisabeth

Nachdem wir zwei (To. und Elisabeth) uns am Montag bei der 'Kuhscheib' von den letzten UWi-Forschern verabschiedet haben, beginnt für uns noch im dichtesten Nebel der weitere Aufstieg zum Leiterkopf. Ich drängle sehr, während Elisa längst gegen Knieschmerzen (OP im Febr.) ankämpft. Unmittelbar vor einem beginnenden Gewitter mit Blitzen, Donnergrollen und Platzregen sind wir bei der einsetzenden Dämmerung am LK-Biwak. Unsere 2,5 m große Reserveplane (f. ein Sitzbiwak) bleibt ungenützt - was sind wir doch froh.

Wir feiern unser Treffen unter der Küchenplane mit lukullischem Essen.

Am Dienstag wird am >Schwarzbläser< und >Kleiner Eisboden< weitergeforscht. Richy und die Heilands (Heiländer!) Sebi und Benji wollen Seile ausbauen, die Arbeit vom Vortag beenden und vermessen. Elisabeth schließt sich dieser Gruppe an. Rai und ich, wir ziehen mit der Bohrmaschine los, um vier Registermarken zu vergeben. Als später wieder die Elisa zu uns stößt, da graben wir noch den Eingang einer kleinen Höhle im nahen Plattenkalk aus. Ginge sehr 'eng' noch weiter....

Am Mittwoch sind die Jungen zu viert im LK-System zum Vermessen. Elisa und ich, wir stöbern erfolgreich im Bereich der LK-Störung im dicksten Nebel herum. Wir registrieren alte und neue Höhlen / Schächte. Es sind spannende Sachen mit dabei u.a. >Romanische Kirche<! (Da war ich vor fast 20 Jahren mal mit Dieter Demme und dessen Tochter!)

Elisabeth und ich, wir entschließen uns am Donnerstag für eine entspannende Geländetour zur nahen 'Langen Gasse'! Das Wetter hält. Inzwischen vermessen die Jungen im LK-System.

Freitags wird wieder im LK-System vermessen. Zu der Zeit sind Rai / To / Elisa dabei, den >Schwarzbläser<, den >Kleiner Eisboden< sowie zwei anhängende, kleine Nebenschächte komplett fertig zu vermessen. Immerhin: Gesamtlänge 275 m und Tiefe 55 m. Die Objekte hängen alle viere zusammen.

Die Jungen haben inzwischen das LK-System auf 6 300 m Gesamtlänge erweitert.... Abends meldet Radio "Ö" Schnee bis 1700 m und empfiehlt den Almbauern, ihr Vieh um ein paar hundert Meter in tiefere Lagen zu treiben.... Wir beschließen spontan, nach einer Woche mit seehr viel Regen, das Lager um einen Tag früher abzubrechen! Fangen schon mal damit an, unser persönliches Zeug zu sortieren.

Samstag morgens früh raus! Regen! Nasser Abbau des Lagers. Vieles der Ausrüstung muß 'naß' in die Chemietrommeln.

Endlich marschieren Elisa und ich eine Stunde voraus in Richtung Wasseralm. Natürlich überholen uns die Jungen bald. Sie wollen durchsteigen, bis zum Königssee. Tschau dann: Bis zum 'Herbsttreff!

Wir zwei übernachten noch einmal auf der Wasseralm. Abstieg und Heimfahrt mit der DB bis Nannhofen um 23:3o h am Sonntag.

Trotz dem schlechten Wetter: Wir hatten das Beste draus gemacht und eine gute Zeit dort oben - mit viel guter und entspannter Laune bei den Biwak-Abenden!

Di. 02-09-2014 TONI

(....siehe auch: DER SCHLAZ Nr. 122 des VHM)