Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Rückblick zum 60er-Jubiläumsfest des VHM

Beitrag aus der Sicht eines der Organisatoren (v. Toni Müller)

 

Nun ist es überstanden. Das (rauschende) 60er-Fest des VHM im Herrschinger Schlößl ist vorüber. Wegen der Ferienzeit (Urlaub) werden wohl nur knapp ein Drittel der Mitglieder unseres Vereines dabei gewesen sein. Aber: Ein anderer Termin war nicht möglich. Speziell für diese, nicht anwesenden Personen sollten die folgenden Zeilen gedacht sein. Zusammen mit Foto-Impressionen (...von verschiedenen Personen) um den Ablauf sowie einige Begleiterscheinungen abzurunden.

Unser Jubiläumsfest fiel in eine schwierige Zeit des Vereins. Viele ungeklärten Probleme und Zerreißproben plagten massiv die Mitglieder und ließen (berechtigte!) Zweifel aufkommen, ob derzeit ein verbindendes, fröhliches FEST überhaupt zustandekommen könne?? Und doch war alles ganz anders gekommen - die Optimisten unter uns wurden durch ihr Durchhalten 'positiv' belohnt!

Es war entgegen aller Anlaufprobleme, und trotz dem mitten in die streßige Endphase wie ein Blitz einschlagendem UNFALL am >Riesending< im Untersberg - am Ende einfach ein schönes, entspannendes und fast intimes Fest für alle anwesenden HöFos.

Doch kommen wir kurz zur Organisation und dem Ablauf:

....arg anstrengend war es halt!!

Im Vorfeld immer wieder durchsetzt von echten, nagenden Zweifel - speziell 'zusätzlich' während dem dramatischen Rettungsgeschehen im Untersberg. Diese arg belastende Düsternis lag schwer über sämtlichem vorhandenen Streß während dem Endspurt der Vorbereitungen des 60er-Festes.

Doch die entschiedene Ansicht der OPTIMISTEN hatte sich relativ früh bei den Organisatoren und Helfern durchgesetzt. Wir wollten nun erst recht, den eigenen informativen BEITRAG als Höhlenforscher leisten. Vielmehr sahen wir es als unsere Pflicht an "gerade" zu dieser schwierigen ZEIT eine möglichst breit gefächerte Aufklärung über die wahren MOTIVE unserer Tätigkeit in den dunklen und zunächst 'abweisenden' Tiefen >unter Tage< anzubieten. Besonders die vielen Facetten der umfassenden FASZINATION des zu erforschenden NEULANDES in den bislang von keinem Menschen je betretenen Höhlen, mit allen nur denkbaren Überraschungen, wollten wir unbedingt positiv hervorheben. (...dies war bereits unser Konzept noch vor dem Unfall!) Es wurden buchstäblich vorgezogene Antworten auf viele bohrende Fragen - welche dann auch tatsächlich bald gestellt wurden.... Das ist uns relativ gut und sehr 'zeitnah' gelungen!!

Die überaus große Vielfalt der umfassenden Themen-Palette ca. 17 ausgezeichneten und kompetenten Vorträgen, sprachen exakt vorweg, diese 'offenen' Fragen direkt und erschöpfend an. Ebenso breit gefächert waren die fast 80qm Flächen der vorhandenen Infotafeln, dicht behangen mit heimischen sowie höchst exotischen Höhlenthemen, angelegt. Von blanken Eisdomen, unterirdischen Seen und Flüssen, tiefgründigen Schächten, zu ausladenden Hallen und Domen - bis hin zu kilometerlangen Riesenhöhlen-Systemen ungeahnten Ausmaßen - und vieles mehr. Nicht zu vergessen auch die unglaubliche Vielfalt der zartesten ästhetisch abgebildeten Kleinformen.

Hier konnten sich die vielen Besucher von der nahen Seepromenade kommend, erstmals direkt umfassend über unsere sonst so verborgenen Leidenschaften informieren. Viele Besucher blieben sicher wesentlich länger 'hängen', als vorgesehen - mitsamt Familie.... Sooo hatten sich die wenigsten jemals die einnehmende Faszination der 'Welt ohne Licht' tief im Innern der Erde vorgestellt. Die zahlreichen Bilder und Begleittexte sprachen 'für sich'!! Überall standen kleine Diskussionsgruppen zusammen. Unsere kleinen Flyer mit dem Vermerk unserer Homepage wurden fleißig mitgenommen.

Grob geschätzt dürften etwa 80 Hö-Fos und sicher mehr als 300 Promenadengäste vorbeigekommen sein.

Am Ende war es also doch ein voller Erfolg geworden - und genau 'das', was man unter einem fröhlichen und ausgelassenen FEST verstehen würde! Ganz speziell am Samstag, nachdem Daniel D'A. angekommen war und zwischen zwei Vorträgen direkt und ergreifend vom Rettungsgeschehen am U-Berg berichtet hatte - mit erschöpfenden Antworten auf viele Fragen aus dem anwesenden Publikum! (...vom VHM waren eine Reihe von Mitgliedern in Berchtesgaden gewesen - auch Markus A. und Sebastian H. welche mit im Saal waren!) Da waren schließlich einige der Anwesenden buchstäblich etwas 'nah am Wasser gebaut'! Kein Wunder also, hatten wir doch tatsächlich (...seit Do. 19.07.) einen doppelten GRUND zum 'Feiern' !

Ab jetzt - nicht nur unser 60-jähriges Vereinsjubiläum....

Grad schön war es: WAS wollte man mehr!!

Dank allen Helfern und Teilnehmern bei der geglückten, weltweit einmalig schwierigen Rettung von Johann W. aus Cannstatt - sowie allen Beteiligten bei unserem Fest welche sich nicht hatten beirren und ablenken lassen!!!

Datum: Montag 28-07-2014

Toni