Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Gelungener Aprilscherz 2014

Große Aufregung gab es am 1. April 2014 als dieser Artikel auf der Homepage des VHM zu lesen war. Die Spielberghöhle ist eine der bekanntesten und am häufigsten befahrenen Höhlen in Deutschland. Und so mag sich so mancher wohl darüber geärgert haben, daß nicht er die Kisten entdeckt hat.

Am nächsten Tag war des Spuk aber schon wieder vorbei weil da dann stand ... April, April!!!


Sensationsfund

in der Spielberghöhle


Eigentlich wollten Heinz und Ingrid (Namen von der Redaktion geändert) nach der Winterpause nur endlich mal wieder Höhlenluft schnuppern. Und weil trotz des milden Winters in den höheren Lagen noch viel zu viel Schnee liegt beschlossen sie mal wieder der Großen Spielberghöhle einen Besuch abzustatten.

Für Heinz war es schon sein dreizehnter Besuch, also machten sie sich den Spaß und bogen noch vor dem "Unteren Gang" ins "Kanonenrohr" ab. Dann am Versturz die Überraschung. Es lagen mehrere massive Eisenstangen und ein Brecheisen herum. Irgend jemand hatte ganz massiv gegraben und zentnerweise schwere Steine beiseite geschafft. Eine massive Metalltüre, etwa 60 cm hoch war zu zwei Dritteln freigelegt.

Am massiven Schloss der Türe waren die Eindringlinge dann aber gescheitert wie zahlreiche Schrammen und Beulen im Metall eindeutig belegten. Ingrid: "Die Tür muß vor längerer Zeit einzementiert worden sein. Das war mit so ziemlich grobem Kies im Beton und auch größere Steine mit drin. Aber alles total massiv."

Und trotzdem war da ein Luftzug zu spüren. Etwa fünf Meter rechts von der Türe konnte man eine Spalte erkennen aus der es ordentlich pfiff. Etwa 18 cm breit. Für Heinz keine Chance. Nachdem sie noch mehr Steine weggeräumt hatten konnte sich aber Ingrid durchzwängen und traute ihren Augen nicht. "Da war eine Fahne, oder Banner, ich weiß nicht wie man das nennen soll mit einem riesengroßen Hakenkreuz drauf und das lag über drei mittelgroßen Metallkisten."

Ganz offensichtlich kurz vor Kriegsende hatten die Nazis persönliche Dokumente aus der obersten Führungsebene hierher in Sicherheit gebracht. Die beiden verständigten umgehend das Bundesarchiv in Koblenz.

Der Eingang der Großen Spielberghöhle wird nun rund um die Uhr von einem sechsköpfigen Einsatzkommando der Polizei bewacht. Mit der Bergung der Kisten kann erst später begonnen werden da Bärbel Vogel vom VdHK den Zutritt zur Höhle bis zum Ende der Fledermausschutzzeit untersagt hat.

Die ganze Story mit sehr vielen Bildern auf acht Seiten wird ab kommenden Montag in einem großen Hamburger Nachrichtenmagazin zu lesen sein. Dazu der Chefredakteur: "Jetzt zeigen wir dem Stern mal wie man das richtig macht."