Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Zumindest den Samstag wollte ich an dem Wochenende des VHM Zeltlagers dabei sein - hatte ich doch schon vor einem halben Jahr zugesagt. Am Silberloch wollten wir uns mit dem Organisator des Wochenendes - Stefan Glaser - treffen. Unser ungarisches Neumitglied - Zolt Matra - holte ich noch in der Münchner Innenstadt ab. Während der gut einstündigen Fahrt stellten wir fest, dass unser Musikgeschmack der gleiche ist. Gut - so konnte ich laut hören - was ja mit der Familie sonst nicht immer möglich ist.

Silberloch

Am Silberloch angekommen montierte Zolt erst noch seine Karbidlampe an den neu erstandenen Helm. Neugierig näherte sich uns eine Gruppe von 2 Pärchen. Sie wollten wissen, ob wir in Silberloch gingen, sie seien auch auf den Weg dorthin - Ausrüstung Jeans und Turnschuhe. Direkt am Eingang empfahl ich der Gruppe die Klausenhöhlen. Sie sind dann auch nur bis zu ersten Abkletterstelle gegangen - den Damen war es dann zu dreckig. Die Herren ließen diese - ganz Kavaliere - nicht allein. Nach dem ersten Schluf trafen wir die Gruppe von Stefan. Leider hatten sie nicht das Seil in den Schacht eingebaut. Um Zolt den Schacht zu zeigen kletterte ich mit ihm trotzdem noch bis zur Abseilstelle. Noch in der Höhle holten wir die anderen ein. Draußen stellten wir fest, dass auch nur 45 Minuten reichen um einen Schlaz komplett braun einzufärben. Nach einer kurzen Pause fuhren wir auf Vorschlag von Stefan zur Klapfenberger Höhle.

H78 Klapfenbergerhöhle

 

Diese Höhle liegt direkt neben einem älteren Haus. Zum Verdruß der Eigentümer hat das Bergbauamt die Nutzung des vollkommen rissfreien Hauses als Wohnraum untersagt, als bekannt wurde, dass sich ein Hohlraum in der Nähe befindet. Gelder zur absichernden Sanierung wurden zurückgezogen, da von Amts wegen nicht garantiert werden konnte, dass nicht an anderer Stelle in der Nähe des Hauses weitere Hohlräume existieren, die eine Abstützung sinnlos machen. Demnach dürfte eigentlich in verkarsteten Gebieten nur gezeltet werden. Bei soviel Amtsschimmel freuen sich nur wir Höhlenforscher über ein weiteres Okjekt zur Erforschung.

 

Der freundliche Eigentümer erzählte uns nicht nur seinen Leidensweg, sondern legte uns nebenher auch ein Stromkabel bis in die Hauptkammer der bekannten Höhlenteile. Dies Licht machte es erst möglich, den doch eindrucksvoll großen Hohlraum zu erfassen. Der Eingang ist mit einem Stahlrohr, durch welches der Forscher Zutritt erhält gesichert. Gegraben wird an kleineren Fortsetzungen, jedoch bislang ohne größeren Erfolg.

Nach diversen Aufnahmen mit verschiedenen Fotoapparaten und diversen Blitztechniken wurde wieder abgerückt. Auf ging es zum Termin im Museum des Felsenhäusls.

Museum im Felsenhäusl

Der Eigentümer hatte uns schon am Vormittag erwartet, nun war es Abend. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch. Das Felsenhäusl wurde mit viel Engagement und Enthusiasmus Stück für Stück erweitert. Das Museum im Felsenhäusl ist der Höhepunkt eines engagierten Forscherlebens. Stück für Stück erklärt Hermann Schäfer ausführlich die Geschichte - auch seine Geschichte. Das Museum ist identisch mit dem Fundort der Exponate, das gibt es sehr selten. Richtig spannend, leider mußte ich zurück nach München. Die anderen wollten am Sonntag zur Grundlosen Grube. Schade, wäre gern dabei gewesen, aber wir treffen uns ja öfters. Das nächste Mal also.

H48 Grundlose Grube

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Da ich nicht dabei war, kann ich keinen Bericht schreiben. Allein die Bilder vermittlen jedoch schon eine eindrucksvolle Vorstellung der Eingangshalle.