Verein für Höhlenkunde in München e.V.

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16 Personen traffen sich am Samstag um 11 Uhr vor der Falkensteiner Höhle. Alle hatten sich über den Internetauftritt der CaveSeekers verabredet - nach wenigstens der Meinung von Jürgen Wipplinger, der schönsten Höhlenseite der Welt. Die meisten waren Anfänger und wurden von den Erfahreneren der Gruppe bis zum zweiten Siphon geführt.

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Vom VHM war nur noch Friedrich Schweikert dabei. Ziel sollte die Unterstützung eines Tauchganges im vierten Siphon von Benny Wolf sein. Benny wurde begleitet von Stefan Bunk. Letzterer hatte seine erste Stufe - zur Druckreduzierung der Pressluftflasche - vergessen. So kam man zwar zu viert an, tauchte jedoch nicht. Jürgen, kam bis zum Eiseleversturz mit. Auf dem Weg entstanden wunderbare Bilder.

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Alle hier gezeigten Bilder sind nach dem Eiseleversturz entstanden. Leider war es Friedrich und mir mittlerweile recht kalt. Von zehn tollen Motiven nahmen wir uns die Zeit für eines. Viel erinnerte an die Mühlbachquellhöhle oder auch an die Krizna Jama in Slowenien. Vorteil der Falkensteiner: kostenfrei und frei zugänglich.

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Allerdings ist der Anmarsch lang und hart, anderntags spürt man jeden Muskel. Unsere Tour dauerte insgesamt 11 1/2 Stunden. Ausfälle: Meine wasserdichte Tonne ist irgendwie leckgeschlagen. Die Riffstecke ist ein echter Schlazreißer. Die Neoprenhandschuhe haben auch gelitten. Ansonsten war es super, sieht man von den Schmerzen und dem lästigen fortdauernden Adrenalinschub im Körper nach dem zweiten Siphon ab.

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Zumindest ich fühle mich hinter der Tauchstecke abgeschnitten von der Welt. Mein Kopf funktioniert nicht richtig, hört Stimmen, das Herz schlägt wie wild. Reine Nervensache! Gefühle, welche mich schlagartig mit dem Zurücktauchen durch den zweiten Siphon wieder verlassen. Denn ab jetzt bin ich mir sicher, nichts kann mich stoppen, in wenigen Stunden den Ausgang zu erreichen.

Mein Respekt gilt allen, die dort hinten, so weltfern, tauchen. Insbesondere ist die Leistung von Jochen Hasenmayer unglaublich. Bis zum 26ten Siphon! Schon ab dem vierten Siphon ist ein Taucher wohl einer der einsamsten Menschen der Welt.