Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Gouffre des Essarlottes 

Frankreich Jura, Freitag 13.2.

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Es machte Robert und mir richtig Spaß über die unberührten Waldstraßen der Gegend zu fahren. Über 35 cm Schnee verboten es jedoch anzuhalten. Der Wagen wäre sofort versunken, so 40 km/h mußten es schon sein. Das Hinterachsdifferential zog des öfteren seine eigene Spur.

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Deshalb fuhren wir einen Umweg zum Gouffre des Essarlottes. Erst im zweiten Anlauf bogen wir richtig ab, durchbrachen zum wiederholten Mal vom Schneepflug aufgetürmte Schneewälle und ließen den Navara, von Robert nur „das Monster“ genannt, durch den Schnee schwimmen.

Zwischen den Bäumen lag kaum Schnee, dort stoppte ich.

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Noch einige hundert Meter durch den Wald und wir standen am Eingang. Hier verschwindet ein kleines Rinnsal (Größenordnung Wasserhahn), das nur ertwa 40 Meter oberhalb ganz unscheinbar aus dem Waldboden sickert, im Untergrund. Die Schachtzone kann bis zu einem kleinen Collecteur verfolgt werden, hier unten hat Robert vor drei Jahren mal eine Schüttung von etwa 1 m³/s vorgefunden. Es wird geschätzt, daß etwa 15% des an der Source du Lison austretenden Wassers hier fließen.