Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Hochwasser auch für Siemens Caring Hands

Freiwillig in der Freizeit! Fast 120 Siemens CIT CA Kollegen werkelten am Samstag, den 27.6.2009 in der Gemeinde Kochel an einer neuen Brücke über den Lainbach, an Spielplatzelementen, Zaun und Sandkasten. Auch ich! Der Blick am Morgen in den verhangenen Himmel verhieß viel, sehr viel Wasser. Also nahm ich Schlaz, Gummistiefel, Handschuh und den Helm mit - eigentlich ausschließlich in Hinblick auf den Arbeitseinsatz.

Da jedoch schon um 16:30 Uhr die Arbeiten so gut wie fertig waren - die Brücke konnte wegen Hochwassers noch nicht zum Bach transportiert werden - und das gemeinsame Essen erst für 18:30 Uhr angesetzt war, beschloß ich spontan das Angerlloch zu besuchen. Die aktuellen Wasserstände lockten, vielleicht hatte auch das Angerlloch einen wesentlich erhöhten Ausfluß?

Im Bereich des oberen Eingangs kam einiges an Flüssigkeit aus einem Deckenspalt. Die anschließende Pfütze war deutlich tiefer als gewohnt. Vier verhinderte Segler vom nahen Walchensee, die sich vor dem Wetter in die Höhle flüchteten, seilten sich gerade aus dem oberen Gang in das Bachbett ab. Ihnen war das Angerlloch, sowie die Geschichte mit dem Surfbrett, aus dem Internet bekannt. Ich umging die Segler auf dem Normalweg unten herum. Im Volksbad stand das Wasser ebenfalls deutlich höher, die Strömung war trotzdem sehr gering. Offensichtlich ist das Angerlloch mit seinem nur kleinen Einzugsgebiet als Überlauf für das unterliegende Höhlensystem trotz tagelangem Dauerregen noch nicht angesprungen. Schade, ich konnte keine besondere Schüttung beobachten. 

In nicht einmal 17 Minuten bin ich vom Eingang Angerlloch zum Kristallsiphon und zurück, inclusive dem Abstecher zu den Seglern und einem kurzen Gespräch. Zum Essen mit den Kollegen war ich pünktlich.