Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Mittlerer Osten unerreichbar

phoca thumb l Hirlatz02
phoca thumb l Hirlatz17

Es sollte eben nicht sein, die Entdeckung neuer weiter Gänge, die unendlich fort ins Schwarze führen.

Schon beim Treffen in Irschenberg vermißte ich meine Kamera. Die Kamera sollte das Neuland dokumentieren und da letzteres nur schwimmend zu erreichen wäre, die Kammerabox als Auftriebskörper beim Schwimmen dienen.

Michi, Zsolt, Johanna und ich fuhren nach München zurück und die Box geholt. Schon nach 2 Stunden waren wir wieder in Irschenberg.

Die gesamte Weiterfahrt nach Hallstatt über regnete es. Für Hallstatt waren sogar 40L Regen angesagt, dies war im Vergleich zu den anderen Regenvorhersagen viel. Leider konnte nicht ermittelt werden, auf welchen Zeitraum und welche Fläche sich die Angabe bezog. Die Diskussion darüber im Auto verstummte mangels näherer Information auch bald. In Verbindung mit der frühjahrsbedingten Schneeschmelze blieb allerdings die Befürchtung, der Graue Gang ein temporärer Siphon würde zulaufen oder bereits geschlossen sein.

So war es denn auch. Der Siphon, die Schlüsselstelle zu allen weiterführenden Teilen in der Hirlatzhöhle war unpassierbar. Ein Umstand, an dem wir nichts ausrichten konnten. Unser Ziel, das Idealbiwak und dort ein noch nicht überquerter See im Mittleren Osten der Hirlatzhöhle war damit unereichbar.

Immerhin dokumentierten wir Dank der geholten Kamera den Siphon in geschossenem Zustand.