Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Jährliche Vermessungstour

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Zuviel Fett ist ungesund. So oder ähnlich wurden wir großgezogen. Wie so oft verhält es sich mit der Wahrheit völig anders: Zucker ist für die Gesundheit gefährlich. Aber wer will das schon hören, lebt doch ein ganzer Industriezweig von dem Irrtum. Über den selbsternannten Homo Sapiens läßt sich noch viel mehr schreiben, so beispielweise auch über seinen Weitblick bei der Planung der eigenen Rentenvorsorge, letzteres zumindest in Deutschland. Allgemein bekannt gibt es Ackerbau seit weniger als 10.000 Jahren, eben seit die jährlichen Schwankungen des Klimas nurmehr gering sind. Mit dementsprechend großer Sorge und Eigenverantwortung übernimmt der Mensch die Bekämpfung der hausgemachten Erderwärmung, sofern diese nicht doch noch bequem wegdiskutiert wird. Keine Verfügbarkeit von Nahrung führt wohl früher oder später zum Hungertod.

Der Gletscher, die Große Eiskappelle, war dieses Jahr alles andere als fett!

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Der Gangquerschnitt war gewaltig und die Gesamtstrecke kurz. Neu war, dass der linke Seitengang sich ebenfalls auf bequem begehbare Querschnitte erweitert hatte. An seinem Ende war die Randkluft erstmalig auf auf gut ein dutzend Meter geöffnet. Andreas Wolf vermisst die Eishöhle seit den 80ziger Jahren regelmäßig im Oktober. Heute half ich ihm. Wir waren nicht allein. An die 30 Bekannte, Verwandte und Bergwachtler aus Murnau, München und Freilassing sind mit uns unterwegs. Für die meisten war die Eiskapelle ein eindrucksvolles Erlebnis.

 

Die Eiskapelle speist sich aus gewaltigen Lawinen, welche die Watzmann Ostwand im Winter und Frühling herabdonnern. Dieser Winter war schneearm und der Sommer verregnet. Das erklärt den besonders erbärmlichen Gesamteindruck dieses Jahr. Der Trend indes ist eindeutig, der Gletscher schwindet.