Verein für Höhlenkunde in München e.V.

KUHSCHWANZ für Anwendungen in Höhlen, auch COWTAIL oder auch SICHERUNGSSCHLINGEN genannt

Die Sicherungsschlingen sind bei der SRT (single rope techniqe) in Höhlenanwendungen unverzichtbar. Ob klassisch oder genäht konfektioniert, ein Muss für die Sicherheit in Schächten.

Diese doppelte Sicherungsschlinge wird in der Regel mit einem Karabiner, am Schraubglied des Speleo-Sitzgurtes, eingehängt. Oben, an der längeren Schlinge, wird üblicherweise die Handsteigklemme mit einem Karabiner oder Schraubglied eingehängt. Auch dient die kurze oder lange  Sicherungsschlinge oberhalb zum Zwischensichern an Felsverankerungen und Umsteigstellen. (Näheres steht auch in der Fachliteratur)  

Historisch, (als es noch nichts anderes gab) war der geknotete Kuhschwanz für die Sicherheit beim SRT - Klettern zwingend. Heute gibt es auch konfektionierte fertige genähte Cowtail.  Auch gibt es konfektionierte Cowtail mit dynamischer Sicherheit.  

Hier, in diesem Beitrag, soll nur der geknotete Cowtail aus Seil besprochen werden. Diesen kann man jeder Zeit auch aus Seilresten knüpfen. Ein dynamisches 10mm Einfachseil ist das Beste. Natürlich könnte im Notfall auch ein Statikseil diesen dienst tun. Hauptsache, man verzichtet nicht völlig auf diese Sicherungsschlinge.    

Am Anfang ein Bild einer klassische Bauform. Bild 1.) 

Der Kuhschwanz hier im Bild, die klassische Bauform    

Hier im Bild 1.) ist ein zentraler Achterknoten verwendet.  An den beiden Enden ist ein jeweils ein Sackstichknoten.  

ACHTUNG : Jedes Seilendstück am Knoten muss lang genug sein, damit es sich bei Belastung nicht durch den Knoten ziehen kann. Etwa Seildicke mal 10 im fest gezogenen Knoten. ! Mindest 10 mal die Seildicke. Etwas länger ist sicherer !    

Jetzt zu den Knoten eines aktuelleren Kuhschwanzes.  

Der zentrale Knoten ist ein SCHMETTERLINGSKNOTEN. Dieser kann später auch anders positioniert werden.   Die beiden Endknoten sind (nach Wikipedia) HÖHLENKNOTEN.   Beide Knotenarten zeichnen sich durch kleines Volumen und ihre Einstellbarkeit aus.    

Der SCHMETTERLINGSKNOTEN ist, im Kuhschwanz der zentrale Knoten :  

Bild 2.) SCHMETTERLINGSKNOTEN      

LEGEN DES SCHMETTERLINGSKNOTENS  

Bild 3a.) Einfach eine Acht im Seil legen.    

Bild 3b.) Die obere Schlinge der Acht nach unten legen.        

Bild 3c.) Die Schlinge in der Mitte durchziehen.                

Bild 3c.) Die Schlinge weiter nach oben ziehen.  

Bild 3e.) Den Knoten fest ziehen und fertig ist der Schmetterling.  

Der Schmetterling ist in alle Richtungen belastbar. Er lässt sich lockern und dann auch am Seilstück anders positionieren.  

ZUM LEGEN DES HÖHLENKNOTENS
Der Höhlenknoten ist ein auch als englische Spierenstichschlinge benannt. Hier wird später der Karabiner eingeklinkt. Dieser kann dann sehr rüttelsicher fest gezogen werden.    

Bild 4a.) Vorbereitung vom Höhlenknoten.    

Bild 4b.) Das lose Seilende oben durch die zwei Schlaufen gesteckt.      

Bild 4c.) Schlinge fest gezogen. Im Bild ist schon ein notwendiger Karabiner abgebildet.    

Bild 5.) Unten ein fertiger Kuhschwanz. Die abgebildeten Karabiner sind nur denkbare Vorschläge für Anwendungen in Höhlen.  

Bild 5.) KUHSCHWANZ COWTAIL SICHERUNGSSCHLINGEN  

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